Julian Schnabel I passages

Childhood 4, 2016 I Copyright Julian Schnabel Studio
Childhood 4, 2016 I Copyright Julian Schnabel Studio

Unter dem Titel passages und in Zusammenarbeit mit der Galerie am Dom (Wetzlar, Bad Nauheim) ermöglicht der KVFB ab dem 21.11.20 eine Reise durch das vielschichtige, oftmals von historischen Momenten oder seiner Liebe zur Poesie affizierte grafische Werk des US-amerikanischen Künstlers Julian Schnabel (*1951, New York). 

 

Gezeigt werden neben Werken aus den 90er Jahren neuere Arbeiten aus den Jahren 2016 – 2018 wie die Arbeit „Happy Thursday“, in der sich Schnabel mit seinem Motiv vom Brandenburger Tor auf die deutsche Wiedervereinigung bezieht, oder Arbeiten aus der Serie „Childhood“, die anlässlich des Jubiläums ‚240 Jahre amerikanische Unabhängigkeit‘ entstanden ist und sich mit der Geburtsstunde der Vereinigten Staaten auseinandersetzt. 

 

Die Vorliebe des internationalen Topstars für das Poetische lässt sich nicht nur an seinen preisgekrönten Filmen ablesen, sondern wird auch in seinen Bildern spürbar, etwa in der Serie „Walt Whitman“, eine Hommage an den amerikanischen Dichter und Pantheisten Walt Whitman. 

 

Insgesamt umfasst die Spanne der gezeigten Arbeiten den Zeitraum 1991 – 2018.

 

Das künstlerische Werk von Julian Schnabel, der als einer der bedeutendsten amerikanischen Künstler der Gegenwart bezeichnet werden kann, ebenso als renommierter Filmemacher (1996: Basquiat; 2018: Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit), ist im Bereich des amerikanischen Neoexpressionismus verortet, der sich durch einen figurativen Malstil in expressiver Farbigkeit auszeichnet. 

 

Schnabels Werke sind in namhaften Museen und privaten Kunstsammlungen auf der ganzen Welt vertreten. Seine Kunst ist gerade auch im Rhein-Main-Gebiet durch sein Gemälde Ahab, das seit 2010 im Foyer des Frankfurter Opernturms hängt, oder die Einzelausstellung ‚Julian Schnabel – Malerei 1978 - 2003‘, die 2004 in der Frankfurter Schirn zu sehen war, bekannt.

 

Die Ausstellung ‚passages‘ läuft ab dem 21.11.20 bis zum 20.12.20 im Kunstverein Friedberg, Haagstraße 16, und ist Dienstag bis Freitag 15-18 Uhr geöffnet.