Aktuell

Bye bye, Julian Schnabel

Die Schnabel-Ausstellung ist vorüber, die Arbeiten sind zurückgebracht.

 

Was bleibt, ist die Erinnerung an 4 Monate mit Julian Schnabels Grafiken, unser Lichtkonzept, mit dem wir von Mitte Dezember bis Ende Februar trotz Lockdown jeden Abend Einblicke in die farbig illuminierte Ausstellung ermöglichen konnten, und die Freude darüber, dass wir ab dem 10. März bis zum Ende der Ausstellung am 28.03. doch noch viele Besucher*innen und einige Schulklassen in der Ausstellung begrüßen durften. 

 

Hier nochmal ein Gang durch 'passages', nicht zuletzt ermöglicht durch die wunderbare Kooperation mit der Galerie am Dom in Wetzlar und Bad Nauheim sowie die Förderung durch die OVAG.

 

Weitere Infos finden Sie hier.


Kürzlich im KVFB

Andy Warhol, 'Young Man', 1956
Andy Warhol, 'Young Man', 1956

Mit ein wenig Wehmut sind wir in dieser Woche angekommen, denn die wunderbare Ausstellung 'identities' ist vorüber. Exemplarisch für die Schau, die bewusst den Finger in eine der Wunden unserer Zeit, nämlich die mangelnde Akzeptanz gegenüber der freiheitlichen Entwicklung von individuellen Identitäten in unserer Gesellschaft, legt, zeigen wir hier heute noch einmal eine frühe Arbeit von Andy Warhol.

 

Es handelt sich um die Arbeit 'Young Man' von Warhol aus dem Jahr 1956. Als er dieses und weitere Blätter, das junge Männer sinnlich und verletzbar, oftmals auch in eindeutigeren Posen zeigt, vorlegte, um sich damit für eine Ausstellung zu bewerben, stieß er damit bei den New Yorker Galerien auf Ablehnung. Zugleich hebt gerade dieser Umstand den jungen Warhol in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe unter Männern in den USA mit Sodomie gleichgesetzt war (in Dtld. galt der § 175 bis 1994), als einen geradlinigen und konsequenten Nonkonformisten hervor.

 

Die Zeichnungen werden übrigens in diesem Jahr in einer bislang einzigartigen Monografie unter dem Titel 'Andy Warhol - Frühe Zeichnungen von Liebe, Sex und Begierde' bei Taschen erscheinen. Bilder und Infos zu dieser Ausstellung finden Sie hier.


Über uns

Der Kunstverein Friedberg präsentiert zeitgenössische Kunst. Dabei wird neben bereits bekannten nationalen und internationalen Künstlern auch noch nicht etablierte Kunst berücksichtigt und so Freiraum für ungesicherte, zeitnahe künstlerische Positionen geschaffen. Jenseits von kommerziellen und marktorientierten Interessen ist im KVFB ein Aktionsfeld für die Realisierung künstlerischer Ideen gegeben, das weder Galerien noch Museen bieten können.

 

Mit seinen ambitionierten Ausstellungen ist der Kunstverein eine feste Größe des kulturellen Lebens in Friedberg und der Wetterau. In der Kunstszene wird sein Programm weit über den regionalen Rahmen hinaus wahrgenommen.

Preview (unter Vorbehalt)

von gebliebenen und heimkehrern 

Zeitraum Mai-Juli 21

 

Unter dem Titel ‚von gebliebenen und heimkehrern‘ bereitet der KVFB mit einer Auswahl an Künstler*innen, die ihre Wurzeln in Friedberg und Bad Nauheim haben oder deren Lebensmittelpunkt sich hier befindet, eine Gruppenausstellung vor. In dem Kooperationsprojekt mit dem ‚Rotary-Club Bad Nauheim-Friedberg‘ werden Arbeiten von Claudia Larissa Artz, Barbara Feuerbach, Cornelia Freitag-Schubert, Barbara Heinisch, Ingrid Hornef, Raphael Rack, Peter Schubert, Jürgen Wegener, Christine Wigge und Sukoung Yu zu sehen sein.


Der KVFB-Rückblick

2014 waren Ted Green und Daniel Man mit der Koproduktion 'Hangover Gardens' im KVFB am Start.

Hangover Gardens I Ted Green, Daniel Man

... 'while dealing with 2 dimensions, you’ve already entered the 3rd’ - und so befanden sich die Besucher*innen von einem Moment zum nächsten buchstäblich inmitten der Kunst von Ted Green und Daniel Man. In der Ausstellung Hangover Gardens lebten die beiden Künstler erstmalig in einer Coproduktion ihre Affinität zum Installativen aus und stellten eine gemeinsame Frage: Wo endet die Zeichnung und wo fängt der Raum an? 

 

Eine Antwort darauf fanden Besucher*innen in der eigens für den KVFB konzipierten, raumfüllenden Gemeinschaftsinstallation der beiden, die zugleich als dreidimensionale Ausweitung ihrer jeweiligen Bildsprachen zu verstehen war. 

 

Ted Greens Cutouts in Form verschlungener Barock- und Informell-Elemente trafen hier auf die geometrischen Konstrukte von Daniel Man. In dieser gelungenen Symbiose übertrug Daniel Man die zweidimensionale Zeichnung mit einer bildlichen Holzkonstruktion in den Raum hinein, während sich Ted Greens zeichnerische Arbeit bereits im Entstehen zu dreidimensionalen Werken entfaltet hat. 

 

Auf den ersten Blick schien der Betrachter konfrontiert mit einem nahezu überbordenden Bilderkosmos von expressiver Farbigkeit und Dynamik. Und doch folgten die Raumelemente aus unterschiedlichen Medien einer organischen und schwarmähnlichen Komposition. Der Betrachter wurde aufgefordert, sich im Raum neu zu verorten und dabei, im fast wörtlichen Sinn, 'Zusammenhänge' herzustellen.


Mitglied werden

Werden Sie Mitglied und kommen Sie so in den Vorzug vieler Vorteile wie der ermäßigten Teilnahme an unseren Kunstausflügen, die mehrfach jährlich stattfinden.

 

Weiterhin haben diejenigen, die in ihrer Freizeit selbst künstlerisch tätig sind, Gelegen­heit, ihre Arbeiten im Rahmen einer einmal jährlich stattfindenden ­Mitgliederausstellung zu zeigen und darüber gleichzeitig die Möglichkeit zum produktiven Austausch unter Gleichgesinnten zu erhalten.

 

Zudem haben Sie durch eine Mitgliedschaft im KVFB freien Eintritt in allen deutschen Kunstvereinen, die wie wir Mitglied in der ADKV sind. Mehr Infos hier.


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