Aktuell

ZOOM I Mitgliederausstellung 2020

24.10.- 08.11.2020 I Di – So 15-18 Uhr

Aktuell präsentiert der Kunstverein Friedberg für zwei Wochen das Sonderformat der Mitgliederausstellung und bietet damit Mitgliedern, die neben-, hauptberuflich oder in ihrer Freizeit künstlerisch tätig sind, ein Forum zur Präsentation ihrer Arbeiten.

 

Seit einigen Jahren steht das Format unter einem bestimmten Thema, das von Jahr zu Jahr variiert. 2020 widmet sich die von Yves Langsdorf kuratierte Ausstellung dem Detail und den daraus entstehenden Kompositionen und bietet einen spannenden Rundgang durch viele Kunstgattungen.

 

In diesem Jahr haben Teilnehmer*innen und Besucher*innen erstmals Gelegenheit, eine Stimme für ihre Lieblingsarbeit abzugeben. Am Ende der Ausstellung werden die drei Arbeiten mit den meisten Stimmen prämiert. Mehr Infos finden Sie hier.

 

Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt von Büro-König.


Zuletzt im KVFB

Andy Warhol, 'Young Man', 1956
Andy Warhol, 'Young Man', 1956

Mit ein wenig Wehmut sind wir in dieser Woche angekommen, denn die wunderbare Ausstellung 'identities' ist vorüber. Exemplarisch für die Schau, die bewusst den Finger in eine der Wunden unserer Zeit, nämlich die mangelnde Akzeptanz gegenüber der freiheitlichen Entwicklung von individuellen Identitäten in unserer Gesellschaft, legt, zeigen wir hier heute noch einmal eine frühe Arbeit von Andy Warhol.

 

Es handelt sich um die Arbeit 'Young Man' von Warhol aus dem Jahr 1956. Als er dieses und weitere Blätter, das junge Männer sinnlich und verletzbar, oftmals auch in eindeutigeren Posen zeigt, vorlegte, um sich damit für eine Ausstellung zu bewerben, stieß er damit bei den New Yorker Galerien auf Ablehnung. Zugleich hebt gerade dieser Umstand den jungen Warhol in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe unter Männern in den USA mit Sodomie gleichgesetzt war (in Dtld. galt der § 175 bis 1994), als einen geradlinigen und konsequenten Nonkonformisten hervor.

 

Die Zeichnungen werden übrigens in diesem Jahr in einer bislang einzigartigen Monografie unter dem Titel 'Andy Warhol - Frühe Zeichnungen von Liebe, Sex und Begierde' bei Taschen erscheinen.

 

Zahlreiche Bilder und mehr Informationen zu dieser wunderbaren Ausstellung finden Sie hier.


Über uns

Der Kunstverein Friedberg präsentiert zeitgenössische Kunst. Dabei wird neben bereits bekannten nationalen und internationalen Künstlern auch noch nicht etablierte Kunst berücksichtigt und so Freiraum für ungesicherte, zeitnahe künstlerische Positionen geschaffen. Jenseits von kommerziellen und marktorientierten Interessen ist im KVFB ein Aktionsfeld für die Realisierung künstlerischer Ideen gegeben, das weder Galerien noch Museen bieten können.

 

Mit seinen ambitionierten Ausstellungen ist der Kunstverein eine feste Größe des kulturellen Lebens in Friedberg und der Wetterau. In der Kunstszene wird sein Programm weit über den regionalen Rahmen hinaus wahrgenommen.


Mitglied werden

Werden Sie Mitglied und kommen Sie so in den Vorzug vieler Vorteile wie der ermäßigten Teilnahme an unseren Kunstausflügen, die mehrfach jährlich stattfinden.

 

Weiterhin haben diejenigen, die in ihrer Freizeit selbst künstlerisch tätig sind, Gelegen­heit, ihre Arbeiten im Rahmen einer einmal jährlich stattfindenden ­Mitgliederausstellung zu zeigen und darüber gleichzeitig die Möglichkeit zum produktiven Austausch unter Gleichgesinnten zu erhalten.

 

Zudem haben Sie durch eine Mitgliedschaft im KVFB freien Eintritt in allen deutschen Kunstvereinen, die wie wir Mitglied in der ADKV sind. Mehr Infos hier.

Preview

Julian Schnabel I passages

Vernissage: 20.11.20, 19 Uhr (unter Vorbehalt)

Dauer: 21.11. – 20.12.20

Childhood 4, 2016 I Copyright Julian Schnabel Studio
Childhood 4, 2016 I Copyright Julian Schnabel Studio

Unter dem Titel passages und in Zusammenarbeit mit der Galerie am Dom (Wetzlar, Bad Nauheim) ermöglicht der KVFB ab dem 21.11.20 eine Reise durch das vielschichtige, oftmals von historischen Momenten oder seiner Liebe zur Poesie affizierte grafische Werk des US-amerikanischen Künstlers Julian Schnabel (*1951, New York). Mehr Informationen finden Sie hier.


Der KVFB-Rückblick

2014 waren Kerstin Lichtblau und die Augenmädchen im KVFB.

Kerstin Lichtbau

Joachim Albert über 'normal nature': In 'normal nature‘ nimmt Kerstin Lichtblau Bezug zum Verhältnis Mensch-Natur. Entsprechend bestehen die Bildhintergründe aus einer einsamen Landstraße, einer Berglandschaft, einem Meer aus Blumen oder einem urbanen Raum in Form einer Häuserfassade. Man sieht die Augenmädchen vor großstädtischen Kulissen, ein Verweis auf das zunehmende Anwachsen urbanen Raums. Auf der anderen Seite verweisen Lichtblaus Bildhintergründe auf Bewegungen wie das ‚urban gardening‘. Urbaner Gartenbau, die meist kleinräumige, gärtnerische Nutzung städtischer Flächen, wächst immer mehr an Bedeutung, etwa auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof, vor dem sich die

Augenmädchen mit Gartengeräten postiert haben.

 

Es sind Bilder, die zum Nachdenken anregen sollen, wobei es niemals so scheint, als wollen sie anklagen. Vielmehr ist es so, dass die Bildgeschichten in sich bereits den einen oder anderen Lösungsansatz tragen etwa durch die Paarung von Elementen aus Urbanem und Natur, dem Nebeneinander von Grünflächen und großstädtischer Architektur.

 

Deutlich härter hingegen wirkt ein auf einer Fotografie basierender Siebdruck, der im Zusammenhang einer Reise der Künstlerin nach New York entstanden ist. Man sieht eine Gruppe von Menschen im Rahmen der OCCUPY-Bewegung. Um ein Vieles weicher wird die Arbeit, kommen die Augenmädchen ins Spiel. Sie haben sich im gleichen Siebdruck in einer weiteren Arbeit der Ausstellung unter die Menge gemischt und beziehen auf die ihnen eigene Art Position.

 

In einer der zentralen Arbeiten dieser Ausstellung halten fünf Augenmädchen ein Transparent mit der Aufschrift ACT NOW. Flankiert von einem kleinen Hasen, ein paar Bienen und einem Schmetterling wirkt die Arbeit fröhlich und zuversichtlich.Diese Zuversicht ist eine Eigenschaft, die bei allen Augenmädchen mitschwingt.Zugleich ist sie der gelungene Beweis dafür, dass Leichtigkeit und Tiefgründigkeit gemeinsam auf wunderbare Weise in einem Raum funktionieren, ganz ohne Pathos und Drama, dafür mit farbenfrohem Farbauftrag und Glitzer.


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